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Ungarisch Gulasch - mein Rezept



Während eines Kurzaufenthaltes in Budapest fand ich am Abend des 8.7.2008 in der Nähe des Keleti-Bahnhofs ein traditionelles Restaurant, in dem ich Gulasch aß. Es war göttlich! Zwei zumindest angebliche Zigeuner mit Geige und Akkordeon spielten gute Mucke, Essen, Getränke und Service waren hervorragend, und die Preise waren angemessen, aber sehr zivil. Dies ist eine Ecke, in der die Stadtführungsbusse nicht verkehren.
Wegbeschreibung (zu Fuß, keine zehn Minuten): Beim Keleti-Bahnhof wird eine U-Bahn gebaut, der Vorplatz ist also unübersichtlich. Gehen Sie Richtung Donau/Zentrum. Sie kommen unter einer Hochstraße durch, rechts ist ein riesiges Hotel. Wechseln Sie gleich bei der Ampel auf die linke Straßenseite und gehen Sie in die erste kleine Seitenstraße links, an der Ecke ist bereits ein Hinweisschild auf ein "Traditional Restaurant". Dieses ist nach knapp 100 Metern auf der rechten Seite.



Natürlich wollte ich zu Hause ausprobieren, wie ein vernünftiges Gulasch ohne die Hilfe von Dr. Ätzkerknörmatschigulaschfix geht. Das Ursprungsrezept stammt aus einem sturzbürgerlichen Kochbuch, die Mengen sind für drei Personen reichlich, für vier eher geizig.



  • 600 g Rindfleisch ohne Knochen — fragen Sie Ihren Schlachter, was besser ist: sein Gulasch oder sein Rinderschmorbarten. Den letzteren lassen Sie am besten schon mal in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden, dann müssen Sie zu Hause weniger schnippeln. Das Fleisch soll in relativ groben Würfeln verarbeitet werden
  • 400-600 g Zwiebeln in dünnen Scheiben
  • gutes Öl oder Butter
  • 1-3 Tomaten (gebrüht und abgezogen), 1 rote Paprika in Streifen oder kleiner
  • 1 Esslöffel Paprikapulver (ich bevorzuge scharf), Pfeffer (ich nehme frisch gemahlene Pfeffermischung), 1 knapper Teelöffel gemahlener Kümmel, 1 Prise Thymian oder Majoran oder Oregano (letzteren finde ich am besten), 1 (oder lieber mehr!) gepresste Knoblauchzehe, Salz
  • Brühe, am besten meine selbstgemachte Gemüsebrühe
  • Als Beilage empfehle ich: Kartoffeln, Butter, gehackte Petersilie oder Pimpernelle — die geschälten und garen Kartoffeln nach dem Abgießen in flüssiger Butter und den gehackten Kräutern schwenken



    Die Zwiebeln in einem ausreichend großen Edelstahltopf in heißem Fett gelb dünsten, dann das Fleisch und das Paprikapulver zugeben und rühren, bis das Fleisch rundum braun ist. Die übrigen Zutaten und etwas kochende Brühe zugeben, mindestens zwei Stunden leicht kochen lassen. Das Kochbuch sprach von "zugedeckt", ich habe es lieber offen gelassen, gelegentlich umgerührt und noch etwas Brühe nachgegossen. Die Soße muss ohne Tricks schön dick sein, evtl. noch mit (den gereits genannten Gewürzen) abschmecken.
    Heiß und eher scharf mit Beilage servieren, evtl. noch mit Petersilie/Pimpernelle und Salatblatt oder kleingeschnittener Tomate dekorieren.



    Je mehr Tomaten und Paprika (Früchte) man verwendet, um so mehr Soße gibt es, die natürlich länger zum Einkochen braucht. Tipp: In diesem Fall mit der Kelle einiges entnehmen, kann man gut für Suppen und Soßen einfrieren.



    Wenn Sie Paprika (Gemüse) verwenden, ist es empfehlenswert, kurz vor dem Servieren die dann einzeln länglich aufgerollten Häute zu entfernen, die hängen sonst lästig in den Zähnen



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