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Ulrichs' Hühnerfrikassee bringt selbst Feinkoster zum Schwärmen. Also: Nachmachen!





Das braucht man mindestens:



1 Hähnchen
1 Suppengrün
1 Glas Champignons, geschnitten
1 kleine Dose Erbsen
Spargelstücke, Schwarzwurzeln
50 g Mehl
50 g Butter
1 Eigelb
2 EL Sahne
1–3 Händevoll Instant Kartoffelpüree (Aldi)
Gewürze: Salz, Pfefferkörner, evtl. 1 Lorbeerblatt, evtl. Worchester-Soße, evtl. ein EL Kapern, evtl. 1–2 TL Sambal Oelek, evtl. Knoblauch
Zitronensaft, Weißwein


Dies ist auch so ein Rezept, bei dem ich empfehlen möchte, gleich die doppelte Menge zu machen. Der Rest lässt sich prima einfrieren und wieder auftauen. Wenn es richtig gut werden soll, ist es ziemlich aufwändig, jedoch lohnt es sich — und ist prima für die Vorratshaltung. Ich nehme immer gleich zwei Hähnchen und komme damit auf etwa 15 Portionen. Das reicht ungefähr fürs Jahr… (Ich mache sowas bevorzugt am Wochenende — denn am Dienstag kommt unsere Putzfrau.)
Wichtig: Man braucht drei relativ große Töpfe.


Und so geht es



Das Suppengrün putzen und kleinschnippeln, in so viel Wasser zum Kochen bringen, dass das zerlegte Hähnchen knapp bedeckt ist (notfalls nachgießen). Ein paar Knoblauchzehen schaden keinesfalls, dazu 2–3 TL Salz, 5–8 Pfefferkörner (schwarz), evtl. ein Lorbeerblatt. Das Hähnchen irgendwie zerschnippeln (Geflügelschere). Die Hähnchenteile in den Sud legen, Temperatur reduzieren, dass es nur ruhig blubbert. 60 Minuten warten.
Tipp: Das Wasser der Gemüsekonserven für den Sud mitverwenden.
Natürlich kann auch früher angefertigte Hühnerbrühe verwendet werden, das macht es nur noch gehaltvoller.

Die Hähnchenteile aus der Brühe nehmen, Abkühlen lassen. Brühe sieben, Gemüsereste wegwerfen. 1/2 Liter der Brühe für die Frikassee in einen anderen Kochtopf gießen.

Den Rest zwischendurch mal eine halbe Stunde kochen lassen, es darf auch noch etwas Fleisch drin sein.

Wenn die Hähnchenteile abgekühlt sind, puhlen: Haut für Hunde oder Katzen, Knochen in die Restbrühe, Fleisch in Gabel-Größen zerreißen und in den halben Liter Brühe geben.

In einem anderen Topf eine helle Einbrenne zubereiten. Den halben Liter Brühe mit dem Fleisch draufgießen, gut rühren, ein paar Minuten gut durchkochen lassen.

Währenddessen die Restbrühe mit den Knochen noch mal aufkochen.

Das Eigelb mit der Sahne verquirlen. Dann den Fleischtopf mit den genannten Gewürzen abschmecken. Mild soll es gut sein für Genesende, würzig aber schmeckt es besser. Evtl. noch Knoblauch nachlegen. Lässt sich auch gut mit Kokosmilch und Sambal Oelek sowie Soja-Soße auf asiatisch trimmen, was auch nach dem Auftauen gut machbar ist.

Gemüse (Erbsen, Champignons, Spargel...) rein, nicht mehr kochen, nur noch erwärmen. Das Eigelb mit der Sahne einrühren*. Mit Zitronensaft und Weißwein abschmecken. Nach Bedarf mit Instant Kartoffelpürree eindicken.

*) Was man einfrieren will, sollte nur das Ei, aber nicht die Sahne enthalten.

Nach dem Auftauen am besser im Wasserbad erhitzen, Sahne zufügen. Servieren mit reichlich gehackter Petersilie oder Pimpernelle und Reis. Und eigentlich ist frischer gehackter Schnittlauch für alles mit Huhn in flüssig oder halbflüssig ein Muss.

Nach Abkühlung die Restbrühe sieben, Fleischreste von den Knochen puhlen und zurück tun. Evtl. auf die Hälfte einkochen, das spart Platz im Gefrierschrank, kann man nach dem Auftauen problemlos verdünnen. Mit Eierstich, irgendeinem Gemüse und Kräutern (Schnittlauch!) eine schöne Brühe für Kranke, gut als Grundstoff für andere Suppen oder als geniale Brühe z. B. für Maultaschen — dann aber nur wenig verdünnt.

Zum Thema Brühe siehe auch meine Hauptseite Suppen.



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