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Pastinaken und Petersilienwurzel


Erstellt Dezember 2021


Es sind Garten- und Ackerbaufrüchte, die in früheren Zeiten üblich waren und aus verschiedenen Gründen aus der Mode kamen. Nicht zuletzt durch die Bio-Bewegung tauchen die nun wieder auf, und siehe da: Man kann Geschmack entdecken.
Beide Sorten sind gesund, es sind Herbst- bis Wintergemüse, die aber auch relativ gut gelagert werden können, z.B. in einem kühlen Keller in einer Kiste mit feuchtem Sand.
Im Dezember 2021 habe ich begonnen, mich um diese beiden Gemüsesorten zu kümmern. Nach und nach sind somit ein paar Rezepte zu erwarten.


Verwendung:
Beide sind gesund und vielseitig verwendbar, auch kombiniert, auch mit Karotten und Kartoffeln. Man kann sie für Salate raspeln. Man kann sie kochen und braten. Beide sind geeignet für Pürree (mit oder ohne Kartoffelanteil), das man wie Kartoffelpürree zubereitet: Kochen, stampfen, Butter und etwas Milch zugeben, Muskat, ggf. etwas Salz.
Vor der Verarbeitung schneidet man beide Enden ab.

Schälen? Fast alle gängigen Rezepte sagen: mit dem Sparschäler. Aber die Vitamine sitzen unter der Schale. Ich würde die Wurzeln daher lieber unter Wasser kräftig abbürsten und dann etwas länger kochen.

Kaufen: Bei beiden sind die kleineren Teile zarter. Man achtet darauf, dass die Schale unbeschädigt ist. Ältere "Rüben" fühlen sich weicher und elastischer an. Sollte an der Petersilienwurzel kein Grün mehr sein, könnte das ein Zeichen für alte Ware sein.


Pastinaken


sind biologisch eine Kreuzung aus Petersilie und Möhre und werden daher leicht mit der Petersilienwurzel verwechselt. Die Pastinaken sind größer und haben vor allem am dicken Ende eine "Beule". Bis zum Mitte des 18. Jahrhunderts waren sie in Deutschland ein wichtiges Grundnahrungsmittel, das beim Anbau wenig krankheitsanfällig ist. Die Pastinake verlor ihre Bedeutung durch den Siegeszug der Kartoffel. Dabei ist sie äußerst nahrhaft und enthält diverse Vitamine, Kalzium und Phosphor. Der Geschmack ist nussig und leicht süßlich und bleibt auch beim Kochen erhalten. Pastinaken vertragen gern einen Schuss Zitronensaft.

Pastinaken als Beilage für 2 Personen
Ideal für Leute, die keine Lust auf schon-wieder-Kartoffeln haben und keine Pommes mögen. Leicht, dauert nur ein bisschen.
250 g Pastinaken, das sind zwei mittelgroße Teile
1 Bio-Zitrone, 1 El Butter, 1 El Olivenöl
1/2 Tl Zucker, Salz, Pfeffer, Zitronensaft
Zubereitung:
Pastinaken schälen und längs in ungefähr 5 mm dicke Streifen schneiden, die dann auf ca. 4 cm lange Stücke zerteilen (quasi kleine Pommes). Von 1 Bio-Zitrone 3 Streifen Schale mit einem Sparschäler dünn abschälen.
Butter und Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Pastinaken und 1/4 Tl Zucker zugeben und bei starker bis mittlerer Hitze 5 Min. hellbraun braten, salzen und pfeffern.
Mit Wasser bedecken, Zitronenschale zugeben und zugedeckt bei mittlerer Hitze 20 – 25 Min. garen. Mit Zitronensaft beträufeln und evtl. nachsalzen.



Petersilienwurzel


Der Geschmack ist intensiv, leicht süßlich, lässt an Sellerie und natürlich Petersilie denken und ist intensiver als Pastinaken. Sie enthält diverse Vitamine, darunter viel Vitamin C, diverse B-Vitamine und Mineralien. Die Blätter können wie normale Petersilie genutzt werden.
Ein erstes leckeres Suppenrezept finden Sie hier.


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